LYRASIEN NEWS TODAY ... Deutschsprachige Ausgabe

Nachrichten aus Lyrasien, einem Land voller hoher Berge, blauer Seen, verspielten Ebenen, wilden Schluchten, tiefen Wäldern und sanften Tälern. Hier wohnen gute und schlechte, krude und seltsame, elfenhafte und engelsgleiche, streitbare und friedlich bewehrte Gestalten, traurige, nachdenkliche und sonnenfroh sprühende wie auch allerlei anderes Getier

Samstag, Januar 07, 2006

3.5 Millionen Menschen sind in Kaschmir obdachlos


Bei klirrender Kälte leben 3,5 Millionen Menschen nach dem Erdeben in Kaschmir ohne Aussicht auf eine Zukunft. Die Menschen sind wegen der alptraumhaften Geschehnisse sowie Verlust von Heim und Herd, Lebensgrundlage, Angehörigen und Freunden schwer traumatisiert. Apathie, Alpträume, Schlafstörungen sind an der Tagesordung.

3,5 Millionen Menschen, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Das ist eine unfassbar große Zahl. Die Einwohnerschaft einer kompletten großen Großstadt vieleicht? Ist es dann greifbarer, wenn wir uns vorstellen, es sei mein Nachbar, und der untendrunter, und die Familie von nebenan, die Oma gegenüber, alle Kinder des Kindergartens und der Schule in der nächsten Straße? Ihre Verwandten? Und auch alle die drumherum leben? Stellen wir uns vor wir säßen im Mittelpunkt, quasi im Epizentrum, und ziehen Kreise um uns herum, bis wir soviele Menschen darin eingesammelt haben, bis diese Anzahl von 3,5 Millionen erreicht ist, und stellen wir uns ebenso viele Einzelschicksale und ineinander verwobene Lebensgeschichten vor mit Freud, Leid, Glück, Alltag, Arbeit, Sorgen, Liebe, Tod ... das ist gewaltig.

Was mich besonders betroffen macht, ist, das viele Kinder glauben, am Tod ihrer Freunde und Verwandte Schuld zu sein, obwohl die Naturgewalt eines Erdbebens diese dahinraffte.

Wie sicher leben wir doch hier in unserer Region mitten in Europa. Ist es nicht eine sichere Insel? Bei Katastrophen ist schnelle Hilfe da, die Ausmasse sind bei weitem nicht so groß bisher, sehr viel weniger Einzelschicksale sind betroffen. Kaschmir. Das ist vergleichbar mit Tsunami und New-Orleans, doch scheint mir die Aufmerksamkeit nicht so groß.... die Hilfe nicht so immens, das Interesse nicht so stark. Es ist kein typisches Urlaubsziel, auch kein westliches Land. Es ist weit weg.

Wie unsinnig erscheint es da, sich über Kleinkram des Alltages aufzuregen, wenn andernorts massenweise um das nackte Überleben gerungen wird, bis der Winter vorbei ist. Viele haben Angst, in der Zukunft für ihren Lebensunterhalt kriminelle Wege gehen zu müssen, also Drogenhandel, Prostituion oder aber Kinderhandel (die eigenen sicher eingeschlossen) auf sich nehmen zu müssen. Diese Menschen stehen schlicht vor dem Nichts.

Wie froh bin ich als Harz 4 Empfänger, ein warmes Zuhause zu haben, genug zu essen, genügend Sozialkontakte, selbst das Internet ist noch drin und dieser Blog bei sparsamen Leben und Euro-Job. Es kann wirklich schlimmer sein.

den zugehörigen Spiegel-Artikel findet ihr: Hier

3 Comments:

Anonymous Anonym said...

Enjoyed a lot! » »

02 März, 2007 09:25  
Anonymous Anonym said...

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Anonymous Anonym said...

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14 März, 2007 21:53  

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